Tierschutzhof Hachmühlen
In den vergangenen Jahren ist in Hachmühlen ein besonderer Ort entstanden – ein Gnadenhof, der Tieren in Not ein dauerhaftes Zuhause bietet. Im Unterschied zu vielen anderen Lebenshöfen hat sich der Tierschutzhof Hachmühlen auf Heim- und Haustiere spezialisiert und fällt damit leider häufig aus klassischen Förderstrukturen heraus. Auf dem Hof leben unter anderem Ponys, Schafe, Hühner und Enten, aber auch verwilderte Straßenkatzen sowie Meerschweinchen mit schweren Erkrankungen und bewegenden Schicksalen.
Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Versorgung eines kleinen, chronisch kranken Hunderudels sowie aktuell über 50 schwer erkrankten Kaninchen. Diese Tiere leiden nicht nur an unterschiedlichen Grunderkrankungen, sondern sind zusätzlich mit der Zoonose Encephalitozoon cuniculi infiziert. Aus dieser intensiven Pflegearbeit heraus hat sich ein „Altenheim und Hospiz" für Kaninchen und Meerschweinchen entwickelt – ein Angebot, das dringend benötigt wird, wie die täglichen Anfragen zur Aufnahme weiterer Tiere zeigen.
Mit den Jahren ist der Tierschutzhof Hachmühlen stetig gewachsen. Der Verein konnte Mitarbeiter einstellen und fachlich fortbilden, mehrere Tierärzte für eine enge Zusammenarbeit gewinnen und eine eigene Krankenstation aufbauen. Zudem praktiziert eine Tierärztin einmal wöchentlich direkt auf dem Hof. Die Arbeit erfolgt in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden; regelmäßige Kontrollen bestätigen eine durchgehend einwandfreie Tierhaltung und Versorgung.
Für dieses Engagement wurde der Tierschutzhof Hachmühlen vor zwei Jahren mit dem Niedersächsischen Tierschutzpreis ausgezeichnet – eine große Ehre und zugleich Bestätigung der täglichen Arbeit.
Aktuell steht der Verein jedoch vor großen finanziellen Herausforderungen. Trotz einer Reduzierung des besonders kostenintensiven Kaninchenbestands von ehemals 80–90 auf etwa 50–55 Tiere sind die Tierarztkosten – insbesondere durch gestiegene Gebühren – heute um ein Vielfaches höher als noch im Jahr 2020. Gleichzeitig geraten viele langjährige Unterstützer selbst zunehmend unter finanziellen Druck, sodass die Spendeneinnahmen rückläufig sind, obwohl die Reichweite in den sozialen Medien wächst.
Für den Hof und die Versorgung von über 100 kranken Tieren ist der Tierschutzhof Hachmühlen daher dringend auf der Suche nach neuen Unterstützern. Insbesondere wird Hilfe bei den stark gestiegenen Tierarztkosten sowie bei Maßnahmen im Bereich Seuchenschutz benötigt, um weiteren Tieren helfen zu können und die freiwerdenden Plätze nicht unbesetzt zu lassen.


















